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Herbstlager Andermatt

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Freitag:

Es war nass und kalt und der Nebel hing tief, als Simon und ich in Thun den Zug bestiegen, um die Reise ins NSK - Trainingslager nach Andermatt anzutreten. Unsere Vorfreude wurde durch den Nebel schon etwas gedämpft....... aber als wir aus dem „Lötschbergloch" in Goppenstein einfuhren begrüsste uns das schönste Herbstwetter, welches während dem Trainingslager stets zu unserem Begleiter wurde. Kurz nach 12 Uhr trafen wir beide beim Armeesportstützpunkt ein, wo uns eine „aufgestellte" Schar NSKler empfing. Nach dem Zimmerbezug und der Besichtigung unseres „Sporthotels" galt es um 14 Uhr ernst. Dani wärmte unsere „Motoren" mit einem Einlaufen auf und Felix führte uns in die Geheimnisse des Stocktrainings (neu Nordic Walking!) ein. Nun waren wir alle so richtig geladen um mit Stöcken bewaffnet die steilen Hänge nach Nätschen hinauf zu stürmen..... Blasen hin und Blasen her, nun galt es knallhart vom Vordermann / -frau nicht abreissen zu lassen!! Oben, auf Nätschen wurden wir für unsere Anstrengungen mit einem tollen Panorama vom Furkagebiet bis zum Urserental belohnt. Danach genossen wir die Talfahrt mit der Furka-Oberalpbahn durch die steilen Kehren nach Andermatt zurück. Wer nun meinte, dass es zum Nachtessen Militärkost (Käseschnitten, Ravioli oder Spatz) gäbe, sah sich getäuscht. Auf der Menükarte stand: Suppe, gem. Salat, Cordon bleu mit Bratkartoffel. Durch dieses feine Znacht gestärkt gingen die einen mit Dani in den Kraftraum, um die nötige Müdigkeit zu holen oder die anderen mit Felix, um sich noch bei heissen Unihockey- und Fussballmatches auszutoben. So ging für alle Teilnehmer ein schöner, abwechslungsreicher Tag zu Ende.

Hansjürg Bähler

Samstag:

Nach einer kalten, klaren Nacht standen meine Freundin Eveline und ich um 7. Uhr 30 auf. Um 8. Uhr hiess es „ Morgenessen „ gerade nebenan in der Kaserne. Es gab vom „ Gipfeli „ bis zum „ Müesli „ alles was man braucht um ein solches Trainingslager durchzustehen, inklusive Kiwi versteht sich !!! Punkt 9 Uhr starteten die NSK-Cracks mit ihren Rollskis in Richtung Oberalp, begleitet von Eveline und mir mit 2 Autos. Nach knapp 1 Stunde und 10 Minuten kam der erste Läufer oben auf der Passhöhe an, sein Name war Hans Gerber gefolgt von Claudio Weibel, Bählers, Tschumis, Brüggers, Dolders usw. Nachdem der letzte Läufer die Passhöhe erreicht hatte, packten wir das ganze Material in unsere Autos ein und fuhren alle wieder bergabwärts. Wie es sich gehört, hiess es Punkt 12 Uhr Mittagessen. Wir konnten unser Programm für Nachmittag selber gestalten und teilten uns in verschiedene Gruppen auf. Eine Gruppe ging zu Fuss (joggen), die Andere ging biken. Eveline und ich entschlossen uns gemeinsam mit Daniel Hablützel eine kleine Biketour zu unternehmen. Unsere Route zeigte in Richtung Gotthard. Auf dem Bike war es kalt obschon die Sonnenstrahlen vorhanden waren und nebenbei sauste auch noch der Wind neben den Ohren vorbei. Aber dies vergassen wir schnell, denn es wartete eine warme Dusche auf uns und am Abend wieder ein wunderbares Menu. So dass wir wieder genügend Energie für das Unihockeyspielen aufbringen konnten.

Eveline Utiger & Thomas Brügger

Samstag:

Ein kalter Wind fegte durch Andermatt als die NSK Freaks ihre Rollskis und Bidons anzogen und gegen den Nätschen rollten. Wir waren eine schöne Gruppe, die die Strasse mit den Rollskis bezwangen. Die meisten waren mit Skatingski unterwegs, doch es gab auch ein paar wenige klassische Läufer. Mit der Zeit, als man so richtig zu Schwitzen begann, zeigte sich auch noch die Sonne, doch von der Schölenen zogen schon graue Wolken ins Urnertal. Thomas und Eveline begleiteten uns mit dem Auto. Da der mühsame Aufstieg auch festgehalten werden sollte, wurden wir auch gefilmt. Vom Nätschen aus ging es noch ein langer und mühsames Stück bis auf den Oberalppass. Mit guter Unterstützung kam ich doch noch auf den Pass. Mit dem Auto ging es dann wieder nach Andermatt ins ASSA. Dort erhielten wir eine sehr feine Mahlzeit. Nach dem Essen durften wir uns ein bisschen aufs Ohr legen. 90 Minuten gingen wir noch gemütlich joggen. Ich und Claudio hatten noch nicht genug und machten noch ein kurzes, aber intensives Krafttraining, mit Unterstützung von Esther. Das Nachtessen nahmen wir genüsslich entgegen. Schon etwas müde gingen ein paar NSK-ler in die Turnhalle. Dort wurde mehr oder weniger nach den Regeln Fussball und Unihockey gespielt.

Martina Frei

Sonntag:

Auch heute herrschte wieder schönstes Wetter! Nach einem feinen Frühstück, entschlos-sen wir uns, in klassischer Technik auf den Rollskis erneut den Oberalppass zu erklimmen, und nicht wie vorgesehen den Furkapass. Bis nach Realp wäre eine rechte Distanz bis zum Anfang des Passes zu bewältigen gewesen, zudem ist die Passstrasse sehr eng und mit vielen Baustellen „übersäht". So genossen wir nochmals den wirklich schönen Aufstieg zum Oberalppass! Da nicht genügend klassische Rollskis mit Rücklaufsperre zur Verfügung standen, durften oder mussten einige nochmals den Pass hoch skaten. Müde aber zufrieden erreichten wir die Passhöhe. Nach der Talfahrt mit den Autos mussten wir leider bereits an die Heimkehr denken. Alle Teilnehmer halfen sich gegenseitig, die Unterkunft wieder abgabebereit zu machen. Es war eine sehr speditive Arbeit und daher gab es für jeden einzelnen gar nicht so viel zu tun. Nach einem letzten ausgezeichneten Mittagessen musste ich noch die Unterkunft abgeben. Die Abgabe verlief „fehlerfrei" und so konnten wir uns kurz darauf auf den Heimweg machen. Über Furka- und Grimselpass erreichten wir wieder Bernerboden!

Ich danke an dieser Stelle ganz herzlich: Daniel Hablützel, er war ein ortskundiger Leiter, hatte in Andermatt schon verschiedentlich Dienst geleistet und konnte uns so einige schöne Touren zeigen. Dem Ehepaar der Kantine Andermatt für die ausgezeichnete und gesunde Ernährung während der drei Tage.

Felix Tschumi


Sonntag, 17. Oktober 1999
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