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Engadin Skimarathon
Um es vorwegzunehmen: die unzähligen Helfer haben grossartiges geleistet und die Loipe in einen super Zustand gebracht! Sogar auf dem letzten Abschnitt des Silvaplanersees war nicht mehr viel vom Eis zu merken.

Nachdem mich ich am letzten Montag der "Käfer", gegen den ich mich lange habe wehren können, doch noch eingefangen hatte und den Dienstag mehr  im Bett als anderswo verbracht hatte, konnte ich nicht allzu viel von mir erwarten. Zum Fieber hatte sich zudem noch eine Erkältung gesellt, welche mir fast mehr Sorgen machte. Stirn- und Nebenhöhlen, habe ich mit Alternativmedizin mehr oder weniger in Griff bekommen, trotzdem hatte ich das Gefühl, noch nicht so viel Luft "schöpfen" zu können wie vorher.

Anders als in den letzten Jahren, wo ich mich in der hintersten Reihe der Elite A einreihte, versuchte ich diesmal aus der zweiten Reihe. Nach dem Start war es ein wenig eng und es kam zu mehr Stürzen als üblich. Ich kam relativ weg und bis auf eine unfreiwillige Pirouette Ausgangs Sils hatte ich keine Probleme. Als sich ich mich auf dem Silvaplanersee in der ersten Gruppe hinter dem Spitzenfeld sah, wusste ich, dass ich für meine Verhältnisse wohl eher zu weit vorne mitlief.

Ab St. Moritz machte sich die Erkältung bemerkbar, was mich dazu zwang einen Gang "herunterzuschalten". So verlor ich zwar kontinuierlich Ränge, erhoffte mir aber, auf dem Flugplatz mit einer schnellen Gruppe mithalten zu können. Zwei Gruppen musste ich ziehen lassen, das Tempo war mir zu hoch. Mit der dritten schaffte ich es bis nach La Punt, verlor aber nach der Verpflegung den Anschluss. Die nächste Gruppe war ziemlich weit hinter mir und so blieb mir bis kurz vor Zuoz nichts anderes übrig als alleine im Wind zu laufen.

Auf den Golanhöhen stiess Michael Däppen zu mir und deutete mich an im zu folgen. Ich konnte mich noch einmal aufraffen und verlor den Anschluss erst auf dem letzten Kilometer, als mir ein Läufer auf den Stock lief und mich fast umriss.

Im Ziel angekommen, fand ich, dass knapp zwanzig Minuten Rückstand auf den Sieger eigentlich gar nicht so schlecht sein können.

Nach kurzem Erholen und Umziehen lief ich entlang der Strecke zurück nach Zuoz, wo Tina und Céline auf mich warteten. Nach Ankunft in der Ferienwohnung entschieden wir uns spontan, die Sauna im Haus auszuprobieren, was sowohl der Erkältung wie auch den geschundenen Muskeln sehr gut getan hat.

Der diesjährige Marathon wird sicher einer derjenigen sein, der vielen Läufern in guter Erinnerung bleibt.

Resultate Läufer/innen NSK Thun


Montag, 12. März 2007
Markus Jenni
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